Field Trial ist eine Jagdsuche, die der ursprünglichen Feldjagd nachempfunden ist. Hund und Hundeführer suchen ein ihnen zugewiesenes Feld auf freigegebenes Wild ab. Der Hund sucht dabei in gleichmäßigen weiten Bögen gegen den Wind, bekommt er Witterung, steht er diese vor und zieht zusammen mit seinem Hundeführer nach, auf den Schuss hin bewahrt der Hund Ruhe und verweilt beim Hundeführer. Je nach Jagdzeit darf auf Kommando das Wild apportiert werden. Ein Apport aus dem Wasser und ein Rasse-Confirmation-Test durch einen Formwertrichter runden den jagdlichen Wettbewerb ab.

Das tolle an diesem Jagdhobby ist, dass man das ganze Jahr trainieren kann, und für die, die ein Ziel vor Augen brauchen, ist auch das gegeben, da das ganze Jahr über Veranstaltungen und Wettbewerbe sind – ob in Solo oder in der Paarsuche, variation gibt es auch

Auch für Hunde die im Laufe des Lebends nicht mehr so weit und schnell laufen will ist mit Field Trial noch lang nicht Schluss, die St. Hubert Jagdsuche ist die Meisterklasse in der Feldarbeit. In dieser Prüfung wird nicht nur der Hund sondern auch der Jäger in seiner Waidmännischkeit bewertet wie er mit seinem Hund eine Feldjagd auf Fasan oder Rebhuhn durchführt.

Gute Nachrichte für alle nicht Jäger: während es bei den kontinetalen Vorsteheunden sehr üblich ist einen Jagdschein zu haben und seinen Hund auch aktiv im Jagdbetrieb einzusetzen, ist das bei den englischen Vorstehhunden weniger. Ein guter Draht zum Jäger empfiehlt sich dennoch: Denn ihr braucht Platz zum Üben.

Und warum zähle ich Field Trial trotz des jagdlichen Schwerpunktes als Ersatzbeschäftigung auf? Auch in der jagdfreien Zeit kann ein Hund in der Suche trainiert werden. Nein, für den Hund ist es nicht schlimm wenn er nicht immer findet und nicht immer geschossenes Wild zum Apport zur Verfügung steht. Laufen, Suchen, Vorstehen – Jagen – ist selbstbelohnendes Verhalten. Wenn hier immer ein Erfolg benötigt werden würde wäre der Wolf nach der ersten Jagd verhungert.